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England 2011

 Gestartet sind
wir am Pfingstmontag bei bedecktem
Himmel aber trockenem Wetter. Auf den 480 Kilometern die wir bis zum
Hafen nach Calais zurücklegen mussten, gab es dann allerdings Regen,
der unsere Stimmung jedoch nicht trüben konnte.
Nach Ankunft der Fähre in Dover ging es entlang der Ostküste nach
Canterbury, wo wir die erste Nacht verbrachten und am
nächsten Tag die Kathedrale von Canterbury besichtigten.
Weiter ging es dann 414
Kilometer nach
Bovey Tracy
mit einem Zwischenstopp und Besichtigung
des Steinkreises von Stonehenge. Dieses monumentale Bauwerk besteht
aus mehreren konzentrischen Steinkreisen. Begründet wurde es in der
Jungsteinzeit und benutzt mindestens bis zur Bronzezeit, nach
heutigen Vermutungen zur Feststellung der Sommer- und
Wintersonnenwende. Es liegt in der Nähe von Amesbury in Wiltshire,
13 Kilometer nördlich von Salisbury.
In Bovey Tracy verbrachten wir zwei Nächte und
unternahmen von dort eine Rundfahrt durch Cornwall, wo sich der
westlichste und südlichste Punkt Englands befindet. Angesteuert
wurde unter anderem das Städtchen St. Ives mit einem der schönsten
Strände Englands. Kynance Cove beeindruckte uns mit einer wilden
Steilküste und der typischen Landschaft die man aus den Romanen und
von Rosamunde Pilcher kennt. Auch ein Abstecher nach Saint Michael
Mount durfte nicht fehlen, das dem Gegenstück in der Normandie Mount
Saint Michaels mit einer Kirche auf einer vorgelagerten Insel sehr
ähnelt. Durch die Moorlandschaft des National Parks Dartmoor ging es
zur Postbridge, einer typischen Steinbrücke aus dem Mittelalter.
Am
vierten Tag steuerten wir als Zwischenstopp auf dem Weg nach
Manchester Bishop Castle in Wales an. Auf der Fahrt dorthin ging es
auch durch die Stadt Bath, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
wurde. Abends in Bishop Castle stärkten wir uns in der Brauerei
Three Tuns mit zünftigem Essen und nahmen die Gelegenheit wahr, Land
und Leute sowie das englische Nachtleben mit Livemusik in einem Pub
besser kennen zu lernen. Mehr oder weniger ausgeschlafen traten wir
am nächsten Morgen dann über Liverpool die Fahrt nach Denton in
Manchester an, wobei wir zwischendurch auch das walisische Dorf mit
dem längsten Namen der Welt besichtigten:
Llanfairwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Eine
Stunde später als unsere französischen Freunde vom Motorradclub Motarts en Balad trafen wir schließlich am
Treffpunkt in Denton ein, der Partnerstadt von Montigny-le-Bretonneux,
die wiederum Partnerstadt von Kierspe ist. Hierher waren wir von den
Mitgliedern des Honda Owners Club aus Manchester zu deren
50-jährigen Jubiläum eingeladen worden. Mit einer Stärkung in Form
von Essen und Trinken und einem Briefing für die nächsten Tage klang
der Abend aus.

Denn direkt am Morgen mussten alle frisch und
ausgeschlafen sein. Ein großer Empfang bei der Bürgermeisterin von
Denton Susan Quinn stand auf dem Programm wozu der Präsident des
englischen Honda Owners Club Andy Young extra aus London angereist
war. Die Bürgermeisterin würdigte die Partnerschaft und Freundschaft
zwischen den einzelnen Motorradclubs und übereichte uns eine Urkunde
zur Erinnerung an dieses Ereignis. Wobei sie ihre Hoffnung zum
Ausdruck brachte, dass es neben der
Partnerschaft von Denton zu Montigny-le-Bretonneux in Zukunft
vielleicht auch eine Partnerschaft zu Kierspe gäbe Mit der Warnung der englischen Biker „Leave your
engine running“, „Lass deine Maschine laufen“, wenn wir am
Aussichtspunkt der Straße von Woodhead nach Holmfirth halten,
starteten alle Motorradfreunden zu der ersten gemeinsamen Ausfahrt
an diesem Wochenende. An diesem Aussichtspunkt steht ein Radiomast,
der die Elektronik der Motorräder stören kann und somit Probleme
bereitet, will man seine Maschine wieder starten. Da nach diesem
Haltepunkt alle Motorräder noch liefen, auch von denen, die trotz
Warnung ihre Maschine ausgeschaltet hatten, ging es weiter zu einer
Pause in einem Pub an einer Straße außerhalb von Meltham. Abends
fand im Veranstaltungsgebäude Birch Services Eastbound dann die
große 50-Jahr-Feier des Honda Owners Club auf dem Programm, auf dem
wir uns mit gutem Essen, reichlich englischem Bier, einer Live band,
Tanz und guter Stimmung amüsierten. Am Sonntag stand eine Rundfahrt Richtung Leeds und
Umgebung auf dem Programm mit einem Zwischenstopp zum Fish and
Chips-Essen und der Möglichkeit zum Einkauf von Geschenken für
die daheim Gebliebenen. Nach einer lockeren Abschiedsfeier wieder mit
viel Essen und diesmal weniger Bier – am nächsten Tag stand
schließlich die Heimfahrt an – ging ein Wochenende zu Ende, an dem
wir alte Freundschaften vertieft und neue gefunden hatten.
Blieb am Montag zum Abschluss der Tour nur noch die Fahrt nach Hull
zum Hafen mit Zwischenstopp im Robin Hood Gasthaus und am Winnats
Pass. Nach einer ruhigen Überfahrt mit der Fähre und Ankunft in
Rotterdam ging es durch die Niederlande zurück in die Heimat: Die
Motorradtaschen nicht nur gefüllt mit Geschenken für die daheim
Gebliebenen, sondern auch reich mit Erinnerungen an eine insgesamt
über 3.000 Kilometer lange, außergewöhnliche Tour.
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